Seniorengerechtes Bauen: Clever vorsorgen für alle Eventualitäten!

Redaktionsleitung

Symbolbild (KI generiert)
Seniorengerechtes Wohnen mit Treppenlift

So wie sich der Mensch selbst im Laufe der Zeit verändert, so verändern sich auch seine Ansprüche an das persönliche Wohnumfeld. Daher empfiehlt es sich mit zunehmendem Alter, seinen Wohnraum an die geänderten Bedingungen anzupassen und seniorengerecht umzubauen. Sicherheit und Komfort sollten dabei an erster Stelle stehen.

Damit die Mobilität bis ins hohe Alter gewahrt werden kann, ist eine barrierefreie Bauweise von Vorteil. Wie oft hat man schließlich schon gehört, dass Senioren in ihrem eigenen Haus nur noch die unterste Etage nutzen können, weil sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr fähig sind, die Treppe ins Obergeschoss oder in den Keller zu nutzen? Frühzeitig umdenken und vernünftig modernisieren lautet daher die Devise! Menschen ab 50 aufwärts sollten diesen Gedanken bei Umbauten oder auch bei einem Neubau verfolgen und dürfen sich im Alter dann über eine Menge Komfort und Sicherheit freuen. Immer verbunden mit dem beruhigenden Gedanken, nicht mehr aus den eigenen vier Wänden herauszummüssen.

Die wichtigsten Tipps, worauf beim seniorengerechten Bauen zu achten ist, haben wir in diesem Ratgeber zusammengestellt.

Sicherheit und Komfort im ganzen Haus

Wenn es um die barrierefreie Sanierung der Wohnung oder des Hauses geht, erhöht man nicht nur den Komfort und die Sicherheit, sondern passt die Einrichtung auch an den ganz persönlichen Bedarf in den eigenen vier Wänden an. Dies gilt besonders für das Badezimmer. Was nutzt schließlich eine stylische Badewanne, wenn der Besitzer nicht mehr hineinkommt? Verschiedene Ein- und Umbauten können hier helfen, dass die tägliche Hygiene im Alter sicher und bequem möglich ist. Eine Dusche etwa sollte stufenfrei begehbar sein, eine Sitzmöglichkeit und einen rutschfest ausgestatteten Fußboden bieten. Das sind die besten Voraussetzungen, um auch bei körperlichem Gebrechen ohne Probleme die tägliche Dusche nehmen zu können.

Das größte Problem für viele Senioren

Fragt man Senioren nach der größten Einschränkung im Haus, nennen viele die Treppe als großes Hindernis für die eigene Mobilität. Schließlich zählt der Gangapparat zu den körperlichen Bereichen, die im Alter sehr oft Probleme machen. Werden diese größer und größer, stellen die Treppen ins Obergeschoss oder auch in den Keller plötzlich schier unüberwindbare Hindernisse dar.

Die gute Nachricht: Das muss nicht sein, denn es gibt moderne Treppenlifte, die dabei helfen, die Treppe ganz bequem zu überwinden, ohne dabei laufen zu müssen. Dazu besitzt der Lift einen integrierten Stuhl oder eine Plattform, die an einer festen Schiene die Treppe hinauf- bzw. hinabgleiten, angetrieben von einem leistungsstarken Elektromotor. Im Prinzip also wie ein Fahrstuhl, nur eben direkt an der vorhandenen Treppe befestigt und ohne eigene Kabine.

Wichtig zu wissen: Treppenlifte, auch als Homelift bezeichnet, gibt es für jede Art von Treppe, sie werden fachmännisch an die jeweiligen Bedürfnisse vor Ort angepasst und sind längst nicht mehr so kostspielig, wie sie es noch vor einigen Jahren waren. Sie sind auch für Menschen geeignet, die komplett immobil sind bzw. im Rollstuhl sitzen – in diesem Fall wird die besagte Plattform statt einem Sitz angebaut, auf die der komplette Rollstuhl passt.

Auch der Eingang wird barrierefrei

Barrierefreiheit im Haus schön und gut, doch man muss auch hinein- und hinauskommen! Aber auch hier gibt es clevere Lösungen, unter anderem Auffahrrampen in fest montierter Form oder solche, die einfach an die Türschwelle gelegt werden. Letztere sind auch praktisch, wenn beispielsweise Schwellen an der Terrassentür überwunden werden müssen. Führt eine Treppe zum Eingang, kann auch hier der erwähnte Treppenlift in kürzerer Form zum Einsatz kommen.  

Ein neu gebautes Haus seniorengerecht planen und ausführen

Wer etwa in seiner Lebensmitte ein Haus bauen möchte, sollte schon bei der Planung an die Zeit als Senior denken und von Anfang an auf eine barrierefreie Bauweise setzen. Bei individuell geplanten und gebauten Massivhäusern ist das in der Regel kein Problem, denn hier kann zusammen mit dem Architekten alles individuell geplant und perfekt auf die persönlichen Wünsche und Bedürfnisse zugeschnitten werden.

Es gibt aber auch schon clevere Fertighäuser, die eine anspruchsvolle Bauweise mit seniorengerechtem Komfort vereinen. Diese sind von Anfang an auf eine maximale Barrierefreiheit zugeschnitten. Angefangen bei Türen ohne Schwellen, die auch für junge Menschen zur Stolperfalle werden können, hin zu einem Aufzug im Haus, der auch sehr praktisch ist, wenn etwa Möbel in die obere Etage transportiert werden müssen.

Des Weiteren sorgen extrabreite Türen und großzügige Flure für ausreichend Bewegungsfläche, insbesondere für Rollstuhlfahrer. Die Badezimmer verfügen über eine bodengleiche Dusche sowie rutschfeste Böden und stabile Haltegriffe. In der Küche erleichtern unterfahrbare Arbeitsflächen und gut erreichbare Schränke den Alltag. Ergänzt wird das Ganze durch tief angebrachte Lichtschalter und eine moderne Smart-Home-Technik, die den Wohnkomfort und die Eigenständigkeit zusätzlich unterstützt.