Die Standard-Duschkabine war gestern: Das sind unsere Dusch-Trends 2026

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Bodengleiche Duschen sind angesagt und auch für Senioren geeignet

Wir nutzen sie täglich, machen uns aber kaum Gedanken darüber, wie man sie besser bzw. bequemer machen könnte: die Dusche. Dabei bieten sich im Rahmen einer Badezimmerrenovierung oder Neueinrichtung heute ganz neue, moderne und stilvolle Möglichkeiten, die nicht nur optisch ansprechend sind, sondern auch die Bequemlichkeit im Duschbad deutlich erhöhen. Schauen wir uns diese Dusch-Trends doch einmal etwas genauer an.

Klassische Duschwannen sind out!

Die klassische Duschwanne kennt jeder, und bis vor wenigen Jahren war sie immer noch absoluter Standard. Sie wird auch als Duschtasse bezeichnet. Ihr größter Nachteil: Duschwannen bzw. –tassen mit erhöhten Rändern bedeuten für Kinder und alte Menschen oft ein Risiko-Hindernis. Auch wenn nur wenige Zentimeter zu überschreiten sind, kann man leicht mit dem Fuß hängen bleiben. Und die davorliegenden Fliesen stellen gerade im nassen Zustand eine zusätzliche Rutschfalle dar, wenn man sie von schräg oben betritt. Geht das nicht besser?

Es geht – mit einer bodengleichen Dusche!

Und damit sind wir gleich beim wohl wichtigsten Dusch-Trend der letzten Jahre und somit auch des Jahres 2026 gelandet: bei der bodengleichen Dusche. Wie der Name bereits verrät, handelt es sich hierbei um Duschen, die keine Wanne im klassischen Sinn mehr besitzen, sondern einen ebenerdigen, entweder in eine flache Bodenwanne oder direkt in den Boden eingelassenen Ablauf.

Durch die ebenerdige Bauform der bodengleichen Dusche wird dieses Risiko deutlich minimiert, da ein Übersteigen des Duschwannenrandes nicht mehr notwendig ist. Gerade für ältere Menschen, aber auch für Kinder oder Behinderte ist das eine viel sicherere und gleichzeitig bequemere Lösung.

Bodengleiche Duschen: Walk-in oder Wetroom?

Bodengleiche Duschen und Duschwannen werden hauptsächlich in zwei Varianten unterschieden: Die sogenannte Walk-in-Dusche und den Wetroom. Die Walk-in-Dusche umfasst eine normale Duschkabine mit Duschvorhang oder als Glas- bzw. Kunststoffumbau mit einer bodengleichen Duschwanne. Der Zugang ist nahezu ebenerdig, sodass der Einstieg ohne Hindernisse erfolgen kann. Bei manchen Modellen ist am Duschwannenrand lediglich eine kleine Erhöhung angebracht, was jedoch für Rollstuhlfahrer eine Hürde darstellen kann. Ergo gilt: Rollstuhlnutzer bzw. Menschen, bei denen bereits absehbar ist, dass irgendwann ein Rollstuhl notwendig sein wird, sollten bei der Planung und Beratung im Badshop auf die Barrierefreiheit der Dusche größten Wert legen.

Ebenfalls barrierefrei umzusetzen ist der sogenannte Wetroom, welcher die zweite Variante der bodengleichen Dusche darstellt. Der Wetroom ist vergleichbar mit einem eigenen kleinen Raum im Bad. Diese Nasszelle ist so konstruiert, dass das Wasser direkt durch den im Boden befindlichen Abfluss abfließt. Der Wetroom wird dafür so gefliest, dass sich keine Wasserpfützen in der Nasszelle bilden können, da eine leichte, für den Duschenden kaum merkliche Schräge den Abfluss ermöglicht.

Der eigentliche Unterschied zwischen den beiden Systemen ist vorrangig in der Bauart zu finden: Durch die gezielte Anbringung des Duschkopfes im Wetroom werden ein Duschvorhang oder eine andere Art von Abtrennung unnötig, da das Wasser nur in die zum Duschen gedachte Zelle fließt. Eine bodengleiche Walk-in-Dusche hingegen benötigt stets eine Tür oder einen Vorhang, um das Wasser am Austritt aus der Dusche in das Badezimmer zu hindern und so Überschwemmungen vorzubeugen.

Ebenfalls voll im Trend: die Echtglasdusche

Egal ob klassische Duschwanne oder moderne bodengleiche Dusche – es kommt nicht nur auf den Unterbau an, sondern auch auf die Duschabtrennung. Zumindest gilt das für alle, die keinen Wetroom im Bad haben möchten. Und auch hier zeichnet sich seit einiger Zeit ein Trend ab, und zwar hin zu Duschabtrennungen aus echtem und hochwertigem Glas.

Sie sind in vielfältigen Größen und Designs erhältlich oder können individuell nach Maß hergestellt werden. Ganzglasduschen bestehen aus einem Einscheibensicherheitsglas, das mit einer Stärke von etwa 8 mm eine besondere Stabilität bietet. Es ist als transparentes Klarglas sowie satiniert, farbig oder auch mit Strukturen erhältlich. Das edle Sicherheitsglas der Glasduschen garantiert sowohl Sicherheit als auch maximale Hygiene. Gerade in Bezug auf die Pflege überzeugen sie, da Kalkablagerungen effektiv verhindert werden und Wassertropfen so in Sekundenschnelle zu entfernen sind. Die Rückwand der meisten Glasduschen kann übrigens ganz nach Wunsch mit Fliesen, luxuriösen Marmorplatten, Schiefer oder einem anderem Wunschmaterial versehen werden.

Apropos luxuriös: Die Preise für Glasduschen variieren je nach Größe und Glasbeschaffenheit von etwa 400.- Euro bis weit über 2000.- Euro und sind ferner abhängig von den damit verbundenen Serviceleistungen. Das Preisniveau wird natürlich auch immer von den Wünschen und Ansprüchen des Kunden bestimmt, eine Markendusche aus dem Fachhandel ist naturgemäß teurer als die Dusche aus einem Onlineshop oder Baumarkt.