Fast jeder Mensch kommt im Laufe der Zeit mit Ungeziefer und Schädlingen in seinen Wohnräumen in Kontakt. Dabei sind Schädlinge im eigenen Haus, einer Mietwohnung oder im Urlaub in der Ferienwohnung nicht nur lästig und unangenehm, sie können auch die Gesundheit ernsthaft gefährden. Zudem kann ein hoher finanzieller Schaden durch die Zerstörung von kostbaren Gegenständen wie Möbeln, Böden oder Kleidungsstücken entstehen. Entsprechende Kosten für die Entsorgung von kontaminierten Lebensmitteln und Gegenständen sowie die nötige Schädlingsbekämpfung kommen noch dazu.
Grund genug also, sich bei einem festgestellten Befall schnellstmöglich um entsprechende Gegenmaßnahmen zu kümmern. Doch in welchem Fall kann man noch selbst tätig werden und wann ist ein professioneller Schädlingsbekämpfer vonnöten? Die Antworten gibt es hier.
Wie kommt das Ungeziefer überhaupt in die Wohnung?
Ungeziefer in der Wohnung lässt sich leider nicht immer gänzlich unterbinden. Durch präventive Maßnahmen lässt sich zwar die Wahrscheinlichkeit von Schädlingen reduzieren, komplett vermeiden lässt sich ein Befall jedoch nicht.
Ungeziefer findet auf vielfältige Weise den Weg in unsere vier Wände, oft reichen schon die kleinsten Schwachstellen am Gebäude dafür aus. Soll heißen: Häufig nutzen Insekten, Spinnen oder Nagetiere winzige Risse im Mauerwerk, undichte Fugen an Fenstern und Türen oder ungeschützte Lüftungsschächte als Einfallstore. Zudem locken Gerüche von Lebensmitteln oder anderen Abfällen die Schädlinge durch geöffnete Fenster etc. an. Und auch feuchte Keller und Abflussrohre sind für feuchtigkeitsliebende Arten wie Silberfische wie eine Einladung.
Und schließlich schleppen wir Menschen die ungebetenen Gäste oft unbewusst selbst ein, zum Beispiel mit reifem Obst aus dem Supermarkt, in Verpackungsmaterialien von Paketen, durch gebrauchte Möbel oder sogar im Urlaubsgepäck und an der Kleidung.
Wichtig: Sofort handeln!
Damit sich der Insektenbefall nicht noch weiter ausbreitet, ist es unbedingt notwendig, bei den ersten Anzeichen direkt zu handeln. Hält er sich noch in Grenzen, müssen es nicht gleich chemische Keulen oder der professionelle Schädlingsbekämpfer sein. Häufig reichen auch Umstellungen oder Änderungen im eigenen Verhalten aus. So werden kleine Nager oder auch Insekten durch Essen, Essensreste oder Müll angelockt. Eine schnellere Entsorgung bzw. bessere und dichtere Aufbewahrung kann dazu beitragen, dass die ungebetenen Gäste nichts mehr in der Wohnung finden und so von selbst verschwinden.
Ist der Befall schon weiter fortgeschritten, wird es jedoch schwierig sein, durch eine bloße Verhaltensänderung oder erhöhte Achtsamkeit die Schädlinge zu vertreiben. In diesen Fällen müssen Hilfsmittel (Fallen, Fliegenschutzgitter, Schutzmittel etc.) eingesetzt werden, um die Wohnung nachhaltig von Ungeziefer zu befreien. Hilft auch das nicht, bleibt als letzte Möglichkeit nur noch die professionelle Schädlingsbekämpfung, die meist zur zügigen Behebung des Problems führt. Allerdings müssen für eine solche Schädlingsbekämpfung Kosten eingeplant werden – was jedoch in der Regel gut angelegtes Geld ist!
Am Anfang steht der richtige Befund
Ein häufiges Problem bei der Schädlingsbekämpfung besteht darin, dass die meisten Laien erst einmal gar nicht wissen, gegen wen sie „kämpfen“. Von daher ist es unabdingbar, zunächst eine eindeutige Bestimmung der Schädlinge vorzunehmen. Dies muss unbedingt vor der Bekämpfung bzw. den ersten Maßnahmen erfolgen. Wenn möglich, schaut man sich das Ungeziefer genau an und dokumentiert, welche Schäden und Hinterlassenschaften entstehen. Manche Schädlinge sind jedoch so klein und/oder leben so versteckt, dass sie zumindest ohne professionelle Hilfsmittel kaum erkannt werden können. Hier muss der Profi ran.
Welche Hausmittel kann ich ausprobieren?
Hausmittel stellen in vielen Fällen eine gute erste Alternative zur chemischen Keule dar. Generell gilt: Bei einem geringen Schädlingsbefall im eigenen Heim werden heutzutage sehr schnell und daher viel zu häufig chemischen Bomben eingesetzt. Kein Wunder, denn die Hersteller werben gerne mit schneller Wirkung und unkomplizierter Handhabung. Die möglichen gesundheitlichen Schäden für die Familie und die Umwelt werden dagegen meist nur im Kleingedruckten erwähnt.
Bei dem erwähnten geringen Schädlingsbefall lassen sich mit einfachen Mitteln aus der Küche oder dem Bad oft gute Erfolge erzielen. Gegen Ameisen, Motten und Spinnen helfen beispielsweise ätherische Öle aus Lavendel, Pfefferminze oder Teebaumöl sowie Essigwasser, da deren intensiven Düfte die Orientierung der Tiere stören und sie so vertreiben.
Fruchtfliegen lassen sich leicht mit einer klassischen Mischung aus Apfelessig, Wasser und einem Tropfen Spülmittel in einer kleinen Schale anlocken und unschädlich machen. Backpulver, vermischt mit etwas Zucker, kann als bewährtes und ungiftiges Ködermittel gegen Ameisen in der Wohnung eingesetzt werden. Ein weiterer Geheimtipp ist Kaffeesatz, der sich hervorragend als Barriere oder Vertreibungsmittel im Außenbereich eignet. Und schließlich: Schränke sollten regelmäßig mit Essigreiniger ausgewaschen werden, das entzieht vielen Schädlingen von vornherein die Lebensgrundlage.
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